Die Magie des Lebens wohnt in einem unbeschwerten Herz

Einer der unerbittlichsten Begleiter menschlichen Lebens ist der emotionale Schmerz. Es gibt kein Leben ohne ihn, für viele Menschen aber auch nicht mit ihm. Oft sind subtile Dynamiken im Spiel, die das Herz eines Menschen in tiefen Schmerz stürzen und dort mitunter lange „gebunden” halten. Dass das nicht so sein müsste, ist dabei den Wenigsten bewusst. Denn heute gibt’s viele Möglichkeiten sich selbst aus emotionalem Schmerz zu holen, oder mit professioneller Unterstützung zu lösen. Kein Schmerz muss ewig währen !

Dass so viele Menschen still unter emotionalem Schmerz leiden, ist der Tatsache geschuldet, dass wir keinen guten Umgang mit unserem Fühlen gelernt haben. Wir nehmen in unserer Entwicklung zwar zur Kenntnis, dass es so was wie Gefühle gibt aber in der Regel erfahren wir nicht, wie wir durch sie, oder mit ihnen, navigieren können. Ganz im Gegenteil, was uns die Gesellschaft mit Blick auf das Herz und das Fühlen beibringt, ist in der Regel hanebüchen, um nicht zu sagen krank. Dabei ist es nicht wirklich kompliziert.

Ein echter Indianer kennt keinen Schmerz !

Wer kennt diesen Spruch nicht. Und selbst wenn ihn der Eine oder die Andere hier noch nicht gehört hat, die Prägung Gefühle wegzupacken, zu überspielen oder zu verdrängen hat fast jeder durchlaufen. Die wenigsten von uns hatten Eltern, die gut mit ihren Gefühlen umgehen konnten und dieses Wissen an uns weitergegeben haben. Ganz im Gegenteil ! In der Regel werden wir ja schon in unseren Familien auf emotionale Dramen und tiefen Schmerz geprägt.

Dass, das so ist, hat in der Regel ein Universum an Gründen. Aber auch dafür haben die wenigsten Menschen einen Sinn geschweige denn Bewusstsein. Und so leben wir heute in einer Gesellschaft, die schlicht und ergreifend traumatisiert ist, und von vielen verdrängten Gefühlen und Themen gezeichnet ist. Warum ist das so ?

Leiden ist oft leichter als lösen

Bert Hellinger, der Begründer des Familienstellens hat vor dem Hintergrund seiner Erfahrung einmal sehr klar formuliert: „Leiden ist leichter als lösen !“ Und so nehmen es Menschen hin, ihre Kinder nicht sehen zu dürfen, unter längst vergangenem Streit zu leiden, Beziehungsmuster ein um’s andere Mal zu wiederholen oder ihren Blick auf das Leben immer enger werden zu lassen.

Bei Lichte besehen könnte man sich nun fragen, was geht in diesen Menschen vor ? Wir leben im 21. Jahrhundert. Uns stehen so viele Möglichkeiten der emotionalen Heilung zur Verfügung wie nie zuvor. Was könnte jemanden davon abhalten, seinen Schmerz in Heilung zu bringen ?

Dafür gibt’s viele Gründe. Zum einen, macht „man“ so was nicht. Zum anderen fehlen diesbezüglich gute Beispiele. Die wenigsten Menschen sprechen nämlich über ihre emotionale Heilung. Hinzu kommt, wir haben einfach nicht gelernt, gut für uns zu sorgen. Ganz im Gegenteil, viele Menschen sind in dem Glauben aufgewachsen, das Leben sei eben so. Doch das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange.

Für manche wird das Drama im Lauf ihres Lebens sogar zum Unterpfand für Aufmerksamkeit oder zum lebenslangen Beweis für die Ungerechtigkeit in dieser Welt. So oder so verändern all’ diese Befindlichkeiten nichts am Schmerz, der in Körper, Geist und Seele gebunden ist.

Lebenswege führen manchmal einfach auch nach innen

Nach innen zu reisen, uns auf den Weg zu unseren tiefsten Verletzungen und unserem größten Schmerz zu machen, ist eine Herausforderung. Denn es braucht Mut, einfach mal einen Schritt Richtung Heilung zu tun. Neugier, um für sich herauszufinden welche Methode die Richtige ist oder welcher Begleiter für erste Schritte passt. Es braucht Offenheit, sich selbst in diesem heiligen Tun anzunehmen und Kraft, der eigenen Verletzlichkeit liebend zuzustimmen. Und zu guter Letzt braucht es Hingabe an die Alchemie des Herzens, das auch den größten Schmerz in Heilung zu bringen vermag.

Es mag sein, dass es ein bisschen dauert, bis sich Altes auch in der Tiefe löst und uns eine nicht gekannte oder gefühlte innere Freiheit schenkt aber was ist die Alternative ? Weiter leiden ? Weiter emotionalen Ballast mit sich rumzuschleppen und immer wieder aufzuwärmen ? Das ist doch nun wirklich eine Verschwendung von Zeit und Energie.

Die Magie des Lebens wohnt in einem unbeschwerten Herz

Wenn das Herz von emotionalem Ballast frei wird, dann kehrt die Kraft des Lebens mehr und mehr in uns zurück. Dann strahlt die Sonne in uns wieder und macht unseren Blick für die Liebe, die Freude und das Gute weit. Dann sind wir wieder in der Lage das Leben entspannt zu genießen, und beherzt und beseelt in der Welt zu wirken.

Dann brauchen wir auch die alten Geschichten nicht mehr, die aus dem Dunkel unserer Erinnerung immer wieder vorbei kamen und uns auf’s Neue quälten. Dann dürfen diese schmerzhaften Erfahrungen Frieden finden und sich verabschieden und ausschwingen.

Und was an der Heilung unserer Herzen am Schönsten ist, wir lernen wieder zu fühlen. Wir können uns von der Magie des Lebens wieder unbeschwert mitnehmen lassen, während unser Herz sich freut, uns im Leben endlich auch Anker sein zu können. Was kann schöner sein als sein tiefstes Sein zurückzugewinnen und mit der Welt zu teilen.

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Manuela Forster
Der Bereich Marketing & Kommunikation ist mein natürliches Habitat und hat mich auch nach vielen Jahren noch immer nicht losgelassen. Ganz im Gegenteil, ich genieße die Multidisziplinarität, die heute zu einer wirklich guten professionellen Handschrift dazu gehört, und freue mich immer noch mit spannenden Aufgaben zu wachsen. Da der neugierige Blick über den Tellerrand bei mir schon immer zum guten Ton gehörte, ist es mir im Lauf der Zeit gelungen meine Kernkompetenzen auch mit ungewöhnlichen Zusatzqualifikationen zu verpaaren. Dieser Hintergrund erlaubt mir heute einen ganzheitlichen Blick auf die Welt sowie einen differenzierten Zugang zu damit verbundenen unternehmerischen Potentialen und Entwicklungsmöglichkeiten. Im Augenblick schlägt mein Herz dafür anstehende kollektive Veränderungen als Vibrational Catalyst zu begleiten, und damit den Wechsel von einem mechanistischen Weltbild hin zu einem ganzheitlichen Verständnis des Lebens zu kultivieren.

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