Pre IPO: Die Kür für Aktien-Profis

Viele Aktienanleger verstehen zwar den Handel mit Aktien, aber nicht die Turbo-Funktion für eine hohe Rendite. Das Zauberwort lautet: Pre IPO (auf deutsch: Investment vor dem Börsengang oder Zeichnungsphase). Doch selbst bei einer Zeichnungsphase in einem öffentlichen Angebot haben sich die großen Investment-Banken schon eine satte Marge eingehamstert.

Das große Geschäft machen die Big-Player unter sich aus. Die große Masse der Anleger handelt danach auf einer Art von „Verkaufsniveau“. Also zu welchem Preis würde der Altaktionär seine Anteile abgeben. Daraus entsteht schließlich die Bewertung, die sich im Börsen-Kurs abbildet. Ein börsennotiertes Unternehmen hat im Vergleich zu privat-Gesellschaften meistens einen erheblich höheren Wert, weil die Anteile liquider getauscht werden können.

Aus exakt diesem Grund liegt der hohe Hebel DIREKT beim Börsengang. Dabei muss man sich natürlich das Angebot bzw. die Gesellschaft genau anschauen. Deshalb sind diese sogenannten Pre IPOs nicht für jedermann geeignet. Es bedarf einer klaren Prüfung, ob es sich um Expansionskapital handelt, oder es schlichtweg der Verkauf über eine öffentliche Plattform = Börse ist. Zu diesem Schutz wurde eine Finanzaufsicht eingeführt, damit Betrugsfälle so gut wie ausgeschlossen sind.

Hebelwirkung und Angebote

Es kommt natürlich auf das angebotene Finanzvehikel an. Es gibt öffentliche und nicht-öffentliche Angebote, welche sich (in Deutschland) auf die Anzahl der angesprochenen Investoren stützt. Ein nicht-öffentliches Angebot darf lediglich 149 Investoren vorgestellt werden. Deshalb schauen die Emittenten / Unternehmen natürlich primär nach finanzkräftigen Investoren. Auf der anderen Seite muss man auch den Free Float (frei handelbare Aktien im Umlauf) genau betrachten. Je geringer der Free Float ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für stabile Aktienkurse nach dem Börsengang.

Der Hebel kann gigantisch sein. Gewöhnlicherweise gibt es für die Pre-IPO Aktionäre einen Rabatt, der dann zum ersten Handelstag bereits eine beachtliche Rendite hat. Doch die große Preisfrage stellt sich natürlich: wo kommen dann die Käufer her? Um das entsprechende Handelsvolumen zu haben, wird normalerweise eine Investor Relation und Press Relation Abteilung gegründet. Denn je höher der tägliche Handelsumsatz ist, desto attraktiver wird die Aktie oder Finanzinstrument.

Pro & Contra bei Pre IPOs:

Man sollte definitiv NICHT blind und grünäugig Pre IPO Angebote zeichnen. Trotz der generell hohen Chancen bestehen Risiken. (Einen „Free Lunch“ gibt es ohnehin nicht). Es ist äußerst empfehlenswert sich DIREKT mit dem Management persönlich zu besprechen. Man erhält dadurch nicht nur einen persönlichen Eindruck, sondern auch konkretere Informationen über das operative Geschäft und die USPs. Präsentationen können auch von Beratern geschrieben werden, aber wenn der Gründer oder Manager selbst alle Fragen beantworten kann, dann ist dies schon deutlich wertvoller.

Mitunter gibt es diese seltenen Möglichkeiten, sich im streng limitierten Rahmen über eine Pre-IPO Chance zu informieren. 

Prinzipiell sollte man als Laie einen Berater seines Vertrauens zu Rate ziehen. Allerdings gilt eines: wer das Prinzip von Pre IPOs versteht, braucht auch keinen Berater. Die Professionalität von Zeichnern ist ohnehin vorab logisch, denn nur wer Pre IPOs kennt kann auch die großen Chancen verstehen.

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