Sorgt der Lira-Absturz für einen Crash an den Weltfinanzmärkten?

Laut Prof. Dr. Christian Kreiß könnte der Lira-Absturz aufgrund einer Asset-Blase nun der Auslöser für eine neue Wirtschafts- und Finanzkrise sein. Dabei schätzt der Professor für Finanzierung und Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Aalen das Crash-Potential wesentlich höher ein als während der Finanzkrise zwischen 2007 und 2009.

Asset-Bubble an den internationalen Anleihe-, Schulden-, Aktien- und Immobilienmärkten

Die weltweiten Schulden haben mittlerweile ein Rekordniveau erreicht und sind laut Prof. Dr. Christian Kreiß von der Hochschule Aalen weitaus höher als beim Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2007. Ebenso sind die Immobilien- und die Aktienpreise aktuell viel höher als damals.

Diese Gesamtentwicklung ist für den Professor für Finanzierung und Volkswirtschaft ein deutliches Zeichen dafür, dass sich an den internationalen Anleihe-, Schulden-, Aktien- und Immobilienmärkten eine riesige Asset-Blase gebildet hat.

Der Einbruch der türkischen Lira könnte nun der Auslöser dafür sein, dass die Blase platzt.

Einbruch der Lira – ein Folge der Inflationsbekämpfung Erdogans

Entgegen der allgemein anerkannten volkswirtschaftlichen Praxis ist der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan der Meinung hohe Zinsen würden die Inflation fördern und hat sich bereits mehrfach in die Geldpolitik der türkischen Notenbank entsprechend eingemischt.

Infolge hat die türkische Lira allein in 2021 beinahe die Hälfte ihres Werts eingebüßt. Darunter leidet nicht nur die türkische Wirtschaft, sondern könnte laut Ansicht des Finanzexperten der Hochschule Aalen auch gravierende Folgen für die Weltfinanzmärkte haben.

Kettenreaktion durch die Lira-Krise?

Für Prof. Dr. Christian Kreiß besteht die große Gefahr, dass der Lira-Absturz ebenso wie die Lehmann-Krise in 2008 eine Kettenreaktion auslöst, die eine neue Finanz- und Wirtschaftskrise zur Folge hätte.

Mit Fremdwährungsschulden von 570 Milliarden US-Dollar ist laut Kreiß eine den Lehmann-Schulden ähnliche Größenordnung erreicht, sodass Zahlungsschwierigkeiten türkischer Schuldner durchaus die Weltanleihemärkte erschüttern könnten.

Durch die Lira-Abwertung sind Liquiditätsprobleme türkischer Schuldner durchaus wahrscheinlich. Laut des Experten beliefen sich die türkischen Schulden in ausländische Währungen zur Jahresmitte auf circa 576 Milliarden US-Dollar. Das entspricht ungefähr 80 Prozent des BIPs der Türkei.

Sollten türkische Gläubiger ihre Schulden nicht mehr bedienen können, hätte dies vermutlich einen Kurssturz der türkischen Anleihen zur Folge. Dies wiederum könnte laut des Professors zu einer großen Verunsicherung bei den Anlegern führen, die sich dann auch aus anderen Schwellenländern zurückziehen würden.

Dadurch würden auch die Aktienmärkte mit nach unten gerissen werden. Da auch die Immobilienmärkte stark schuldenfinanziert sind, hält der Experte auch eine starke Korrektur des Immobilienmarktes für wahrscheinlich.

Laut Prof. Dr. Christian Kreiß könnte der Lira-Absturz aufgrund einer Asset-Blase nun der Auslöser für eine neue Wirtschafts- und Finanzkrise sein. Dabei schätzt der Professor für Finanzierung und Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Aalen das Crash-Potential wesentlich höher ein als während der Finanzkrise zwischen 2007 und 2009.

Asset-Bubble an den internationalen Anleihe-, Schulden-, Aktien- und Immobilienmärkten

Die weltweiten Schulden haben mittlerweile ein Rekordniveau erreicht und sind laut Prof. Dr. Christian Kreiß von der Hochschule Aalen weitaus höher als beim Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2007. Ebenso sind die Immobilien- und die Aktienpreise aktuell viel höher als damals.

Diese Gesamtentwicklung ist für den Professor für Finanzierung und Volkswirtschaft ein deutliches Zeichen dafür, dass sich an den internationalen Anleihe-, Schulden-, Aktien- und Immobilienmärkten eine riesige Asset-Blase gebildet hat.

Der Einbruch der türkischen Lira könnte nun der Auslöser dafür sein, dass die Blase platzt.

Einbruch der Lira – ein Folge der Inflationsbekämpfung Erdogans

Entgegen der allgemein anerkannten volkswirtschaftlichen Praxis ist der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan der Meinung hohe Zinsen würden die Inflation fördern und hat sich bereits mehrfach in die Geldpolitik der türkischen Notenbank entsprechend eingemischt.

Infolge hat die türkische Lira allein in 2021 beinahe die Hälfte ihres Werts eingebüßt. Darunter leidet nicht nur die türkische Wirtschaft, sondern könnte laut Ansicht des Finanzexperten der Hochschule Aalen auch gravierende Folgen für die Weltfinanzmärkte haben.

Kettenreaktion durch die Lira-Krise?

Für Prof. Dr. Christian Kreiß besteht die große Gefahr, dass der Lira-Absturz ebenso wie die Lehmann-Krise in 2008 eine Kettenreaktion auslöst, die eine neue Finanz- und Wirtschaftskrise zur Folge hätte.

Mit Fremdwährungsschulden von 570 Millionen US-Dollar ist laut Kreiß eine den Lehmann-Schulden ähnliche Größenordnung erreicht, sodass Zahlungsschwierigkeiten türkischer Schuldner durchaus die Weltanleihemärkte erschüttern könnten.

Durch die Lira-Abwertung sind Liquiditätsprobleme türkischer Schuldner durchaus wahrscheinlich. Laut des Experten beliefen sich die türkischen Schulden in ausländische Währungen zur Jahresmitte auf circa 576 Milliarden US-Dollar. Das entspricht ungefähr 80 Prozent des BIPs der Türkei.

Sollten türkische Gläubiger ihre Schulden nicht mehr bedienen können, hätte dies vermutlich einen Kurssturz der türkischen Anleihen zur Folge. Dies wiederum könnte laut des Professors zu einer großen Verunsicherung bei den Anlegern führen, die sich dann auch aus anderen Schwellenländern zurückziehen würden.

Dadurch würden auch die Aktienmärkte mit nach unten gerissen werden. Da auch die Immobilienmärkte stark schuldenfinanziert sind, hält der Experte auch eine starke Korrektur des Immobilienmarktes für wahrscheinlich.

Insgesamt schätzt Prof. Dr. Kreiß das Crash-Potenzial, ausgelöst durch den Lira-Sturz, aktuell weitaus höher ein als im Jahr 2008. Er sieht die Weltfinanzmärkte aktuell stark bedroht.

Print Friendly, PDF & Email
Default image
SchlagDieBoerse.com
Warum den "Schlag die Börse" Info-Newsletter abonnieren? www.schlag-die-boerse.com Sie bekommen von uns messerscharfe Analysen und Hintergrundinformationen zur aktuellen Situation der Märkte. Da sich unser Team nicht auf einen Markt festlegt, werden Sie von uns mit Informationen zu Aktien, Rohstoffen, Kryptos und Derivate beliefert.

Leave a Reply