Steht der nächste „Krypto-Winter“ vor der Tür?

Am Samstag ist der Bitcoin auf unter 35000 US-Dollar gefallen und verlor damit innerhalb nur eines Tages rund 9 Prozent. Seit dem Allzeithoch im November hat die Kryptowährung etwa 45 Prozent an Wert verloren.

Andere digitale Währungen wie Ethereum oder Solana gerieten ebenfalls in den Abwärtssog. Auch wenn Kryptowährungen allgemein für ihre Unbeständigkeit bekannt sind, glauben einige Börsenbeobachter nicht an eine schnelle Erholung der Kurse.

Einige gehen sogar davon aus, dass der nächste „Krypto-Winter“ bevorsteht und der Bitcoin-Kurs noch in diesem Jahr unter die 30000 US-Dollar-Marke sinken und sich danach nur äußerst langsam wieder erholen könnte.

Keine Kurserholung in absehbarer Zeit?

Eine Periode, in der die Kurse von digitalen Währungen kontinuierlich fallen und über einen längeren Zeitraum nicht mehr ansteigen, wird als „Krypto-Winter“ bezeichnet. Der letzte „Krypto-Winter“ ereignete sich in der Zeit von Ende 2017 bis Anfang 2018 hinein. Damals rutschte der Bitcoin-Kurs von rund 20000 US-Dollar auf unter 4000 US-Dollar ab und konnte sich danach lange nicht erholen.

Auch wenn der Bitcoin und in seinem Windschatten noch diverse andere Kryptowährungen in Verlauf der vergangenen Wochen enorme Kurseinbußen hinnehmen mussten, erreichte der Bitcoin noch im November ein Allzeithoch von etwa 69000 US-Dollar. Doch bereits zum Ende des vergangenen Jahres sank der Kurs wieder ab.

Enorme Kursrutsche sind auch bei anderen Kryptowährungen derzeit zu verzeichnen. So zeigten Ethereum, Solana, Cardano und Binance sowie weitere Krytowährungen  noch weitaus stärkere Abwärtsbewegungen als der Bitcoin.

Dass sich der Crash an den Kryptobörsen zu einem „Krypto-Winter“ entwickelt halten viele Experten durchaus für möglich. Gründe für die aktuelle Talfahrt könnte es laut vieler Experten gleich mehrere geben.

 

Düstere Zeiten für Bitcoin und Co?

Ein wesentlicher Auslöser dürfte die Absicht der US-Notenbank sein, die Zinsen im Laufe des Jahres um das Dreifache anzuheben, um so gegen die Inflation anzukämpfen. Einige Experten, so auch die Börsenbeobachter der Schweizer Großbank UBS sehen den Ruf der Kryptowährungen und allen voran des Bitcoin als Wertanlage und alternative Zahlungsmethode durch die Zinserhebungen gefährdet. Dadurch könnten sich viele Anleger von Kryptowährungen abwenden.

Auch der Anlagestratege Paul Jackson von der US-amerikanischen Investmentgesellschaft Invesco sieht vorerst keine Erholung der Krypto-Kurse. Er glaubt sogar, dass der Bitcoin im Verlauf von 2022 bis unter die 30000 US-Dollar-Marke fallen könnte und geht davon aus, dass sich Bitcoin in den vergangenen Monaten in einer Spekulationsblase befand, nach deren Höchststand im Verlauf der nächsten zwölf Monate mit Kursverlusten von bis zu 45 Prozent zu rechnen sei.

Ebenso gehen die Experten der Schweizer UBS davon aus, dass sich Bitcoin und auch andere Kryptowährungen von so einem Crash nur schwer erholen können und dies unter Umständen mehrere Jahre anhalten könnte.

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