Vorsätze sind „out“ – Entscheidungen sind „in“

Wer kennt das nicht, das neue Jahr ruft und alle guten Vorsätze, die nonchalant auf der Strecke geblieben sind, stehen schon wieder Schlange und warten auf den nächsten Jumpstart. Dabei wusste George Bernard Shaw schon zu berichten, dass der Weg zur Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert ist. Was also treibt die Menschen jedes Jahr mit diesem Bullshit wieder von vorne anzufangen ?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Er braucht seine kleinen Rituale, seine gut gelebten Gewohnheiten und seine kleinen Anker im Sturm. Was würde sich für die Unverbindlichkeit einer hehren Absicht also besser eignen als ein paar anständige Vorsätze.

Sie geben ein bisschen Orientierung ohne jedoch zu binden. Sie schmeicheln dem eigenen guten Willen ohne sich jedoch zu sehr festzulegen, und sie signalisieren eine Lebenseinstellung, die zumindest optisch leistungsorientiert daher kommt. Einfach herrlich was man mit guten Vorsätzen so alles zaubern kann.

Jetzt ist Schluss mit Lustig !

Das Zeitalter der guten Vorsätze ist jetzt allerdings vorbei. Bewusstsein ist angesagt. Bewusstes Hinschauen, Hinspüren und Beobachten. Im Zentrum dürfen dabei alle Facetten des Lebens stehen. Ob sich’ s dabei um emotionalen Dauerstress, den aus der Balance geratenen Körper oder verdrängte Bedürfnisse handelt, spielt dabei keine Rolle. Alles was sich für uns nicht gut, stimmig oder nährend anfühlt, darf auf den Prüfstand. Und das, was uns dann wirklich, wirklich wichtig ist, darf mehr Aufmerksamkeit erfahren und uns zu einer bewussten Entscheidung führen.

Entscheidungen haben Kraft. Und genau die braucht’s !

Vorsätze sind im Vergleich zu klaren Entscheidungen wie Fähnchen im Wind. Farbenprächtig aber zahnlos. Das hat mit der Natur des Vorsatzes als solches zu tun. Unser Verstand mag zwar in diese Richtung zielen aber so lang nicht der ganze Mensch an Bord ist, sind sie nicht mal die Gedankenenergie wert, die wir ihnen im Vorbeiziehen geschenkt haben.

Entscheidungen sind dagegen anders gegründet. Wir haben mit Ihnen einen Bewusstwerdungs- und Reifungsprozess durchlaufen. Wir haben Zeit und Energie in sie investiert. Wir haben in uns hinein gespürt, in uns hinein gehorcht um sie klar und bewusst treffen zu können. Das gibt ihnen in unserem Leben dann auch ein anderes Gewicht. Hinzu kommt, sie sind tief mit uns verbunden.

Und genau das gibt uns dann die Kraft unsere innere Ausrichtung zu halten und unserem inneren Kompass zu folgen. Manche unserer Entscheidungen tragen mitunter sogar ein Leben lang.

Kraftvolle Entscheidungen sind treue Begleiter !

In diesem Sinne möchte ich einladen in Bezug auf das noch junge Jahr nicht einfach nur mit Vorsätzen zu spielen sondern sich die Zeit zu nehmen, bewusste Entscheidungen zu treffen. Ein gute Entscheidung reicht dabei schon.

Einfach mal hinsetzen und das alte Jahr reflektieren. Was ist gut gelungen, was weniger ? Was fehlt mir oder wünsche ich mir ? Was möchte ich auf alle Fälle in diesem Jahr ins Leben bringen ? Welche neuen Türen könnte ich mir erlauben für mich zu öffnen ?

Seien Sie dabei radikal ehrlich und denken Sie groß. Sie haben es verdient, das Leben zu leben, das Sie sich für sich wünschen, erträumen und ersehnen. Erlauben Sie sich, sich genau dafür zu öffnen und entscheiden Sie sich bewusst dafür.

 

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Manuela Forster
Der Bereich Marketing & Kommunikation ist mein natürliches Habitat und hat mich auch nach vielen Jahren noch immer nicht losgelassen. Ganz im Gegenteil, ich genieße die Multidisziplinarität, die heute zu einer wirklich guten professionellen Handschrift dazu gehört, und freue mich immer noch mit spannenden Aufgaben zu wachsen. Da der neugierige Blick über den Tellerrand bei mir schon immer zum guten Ton gehörte, ist es mir im Lauf der Zeit gelungen meine Kernkompetenzen auch mit ungewöhnlichen Zusatzqualifikationen zu verpaaren. Dieser Hintergrund erlaubt mir heute einen ganzheitlichen Blick auf die Welt sowie einen differenzierten Zugang zu damit verbundenen unternehmerischen Potentialen und Entwicklungsmöglichkeiten. Im Augenblick schlägt mein Herz dafür anstehende kollektive Veränderungen als Vibrational Catalyst zu begleiten, und damit den Wechsel von einem mechanistischen Weltbild hin zu einem ganzheitlichen Verständnis des Lebens zu kultivieren.

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