Herz ist der Nachfolger von Schmerz

Ich bin heute durch Zufall über diesen Gedanken gestolpert und in mir hat’s sofort geknallt. Dieser Einfallswinkel hat mir noch gefehlt. Denn das Drama, das in der Welt im Augenblick allgegenwärtig zu sein scheint, könnte einen in der Tat am Leben zweifeln lassen. Doch diese Perspektive signalisiert mir, dass die Dunkelheit dieses Mal da ist um uns aufzuwecken und mitzunehmen. Mitzunehmen in die alchemistische Kraft unserer Herzen und damit in das schöpferische Zentrum des Lebens. Was für ein evolutionärer Impuls !

Müssten wir die Welt, die Gesellschaft oder unser nächstes Umfeld im Augenblick beschreiben, dann wäre Drama sicher eine der stärksten Konnotationen. Der Planet verwundet, verwüstet und ausgebeutet. Ganze Nationen verwundet, verwüstet und ausgebeutet. Und last but not least Menschen, die still leidend an ihren persönlichen Grenzen leben und den Schmerz darüber verbergen, einfach nur um weitermachen zu können.

All’ das ist die Folge einer nachhaltigen Traumatisierung und Manipulation der Menschheit. All’ das ist die Folge eines zutiefst mechanistischen Weltbildes, das Menschen nur Funktionalität einräumt, nicht aber Menschlichkeit, Würde und Wert. All’ das ist die Folge einer völligen Entkopplung der Menschheit von ihrem wahren Ursprung und einer dem Leben selbst innenwohnenden guten Ordnung.

Wir machen einfach immer weiter. Selbst ohne Sinn und Verstand.

Vor diesem Hintergrund ist es kein Wunder, dass die Menschheit in Anbetracht eines pandemischen Narrativ wie erstarrt scheint. Menschen unter Dauerstress haben einfach die Gabe in einen Modus operandi zu finden, der sie weiter machen lässt. Und genau das sehen wir hier gerade. Die Menschen machen einfach weiter. Sie funktionieren wie Uhrwerke, die gut getaktet sind. Sie vergessen dabei jedoch auf ihre natürlichen Rhythmen, persönlichen Bedürfnisse oder das, was da vielleicht sonst noch in ihnen ist.

Genau das war und ist auch die Absicht der Systeme, die man uns bisher als den Segen der Menschheit antichambriert hat und die doch nie dafür gedacht waren, das Menschsein im besten Sinne des Wortes zu befördern. Ganz im Gegenteil, sie waren und sind darauf ausgelegt uns zu konditionieren, um uns uns selbst zu entfremden und verstummen zu lassen.

Nicht nur unser Geist ist verstummt. Auch unsere Herzen schweigen.

Diesem Verstummen wird dabei schon vom Beginn des Lebens an, der Weg bereitet. Sei es durch eine technisierte, auf Dienstpläne hin getaktete Geburt oder eine auf Leistung hin ausgerichtete Gesellschaft, die keine Rücksicht auf Menschen, Familien oder Bedürfnisse von Kindern nimmt.

Gleich wo wir hinschauen, Herz und Seele sind in vielerlei Hinsicht einer kollektiven Verdrängung zum Opfer gefallen. Zu groß der Druck der Welt, der Erwartungen Anderer sowie der eigenen Vorstellungen auf die wir geprägt sind. Wie soll unter diesen Voraussetzungen ein Leben beherzt, beseelt oder wirklich erfüllt gelingen ?

Similis similibus currentur. Gleiches wird mit Gleichem geheilt.

Die letzten zwei Jahre haben unsere Scheinwerfer nun durch „Zufall“ genau darauf gerichtet, dass hier irgendwas nicht stimmt. Die Dunkelheit hat uns aufgeweckt. Während der Schmerz der Ohnmacht in uns größer und größer wurde, wurde der Schleier des kollektiven Irrsinns dagegen lichter und lichter. Und je unmenschlicher sich die Welt da draussen zeigte, desto mehr kamen wir wieder in Kontakt mit unseren Herzen, und dem was zutiefst menschlich ist.

Es ist fast so als ob das Leben sich hier ein homöopathisches Prinzip zunutze gemacht hat. Und so hat der Schmerz uns nicht nur uns selbst wieder näher gebracht sondern uns auch einander. Und er hat unser Bewusstsein dafür kultiviert, was hier auf diesem Planeten nicht stimmt.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, es liegt viel Arbeit vor uns. Zu viel liegt im Argen. Zu lange haben wir unseren Blick tunnelartig in der Spur gehalten, die uns vom System zugedacht war. Doch genau der darf sich jetzt ausschwingen und Platz für neue Maßstäbe machen.

Die Welle der Veränderung wird jetzt von unseren Herzen getrieben

Auch wenn der Silberstreif am Horizont nach zart ist, so sind wir als Menschen und als Menschheit bereits zu Neuem aufgebrochen. Nichts ist mehr wie es war, und nichts wird je wieder so sein wie es bisher war.

Das Alte hat sich überlebt. Unser innerer Horizont ist gewachsen und mit ihm auch unsere Vorstellungen von dem was wir jetzt in der Welt sehen und miteinander teilen wollen. In diesem Sinne hat uns der Schmerz, aus unseren alten Schuhen in ein völlig neues Bewusstsein katapultiert.

Auch wenn die damit verbundenen Prozesse schmerzhaft sind und waren, so wurden wir als Menschen und als Menschheit reich beschenkt. Wir haben die Gefängnisse in denen wir bisher lebten, gesprengt und zurückgelassen. Nun dämmert ein neuer Frühling herauf und mit ihm all’ die Farben des Lebens, die wir so schmerzlich vermisst haben.

Lassen wir uns von der Thermik dieses Neuen mitnehmen und unser ganzes Sein endlich frei schwingen. Es wird Zeit dem Guten den Weg zu bereiten.

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Manuela Forster
Der Bereich Marketing & Kommunikation ist mein natürliches Habitat und hat mich auch nach vielen Jahren noch immer nicht losgelassen. Ganz im Gegenteil, ich genieße die Multidisziplinarität, die heute zu einer wirklich guten professionellen Handschrift dazu gehört, und freue mich immer noch mit spannenden Aufgaben zu wachsen. Da der neugierige Blick über den Tellerrand bei mir schon immer zum guten Ton gehörte, ist es mir im Lauf der Zeit gelungen meine Kernkompetenzen auch mit ungewöhnlichen Zusatzqualifikationen zu verpaaren. Dieser Hintergrund erlaubt mir heute einen ganzheitlichen Blick auf die Welt sowie einen differenzierten Zugang zu damit verbundenen unternehmerischen Potentialen und Entwicklungsmöglichkeiten. Im Augenblick schlägt mein Herz dafür anstehende kollektive Veränderungen als Vibrational Catalyst zu begleiten, und damit den Wechsel von einem mechanistischen Weltbild hin zu einem ganzheitlichen Verständnis des Lebens zu kultivieren.

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